Die Lotusphere 2010 (kurz #LS10 genannt, z.B. auf Twitter) ist zu ende. Zeit
schon mal einen ersten Rückblick zu wagen.
Mich persönlich hat das Thema "LotusLive" dieses Jahr am meisten beschäftigt.
Aber auch Themen wie "Sametime 8.5", "Lotus Connections" und "Project Vulcan"
dürfen nicht vernachlässigt werden.
Zunächst jedoch zu den so genannten Cloudservices unter dem Namen "LotusLive".
Dieser Webdienst bietet neben einem Mailservice, als Webmail oder normaler
Notesaccount, auch andere sehr interessante Collaborationdienste.
Neben Blogs, Wikis, etc. innerhalb eines Lotus Connections Cloudservices gibt es
auch die Möglichkeit Onlinemeetings und sogar ganze Onlinekonferenzen über
LotusLive zu nutzen.
Richtig interessant wir es jetzt jedoch durch die Ankündigung von Sean Pooley
(IBM). In der Keynote zu LotusLive sprach er von der Öffnung der
LotusLive-dienste durch eine API für die Partner. Dadurch wird es möglich eigene
Lösungen mit integrierten LotusLive-Funktionen zu entwickeln und diese als
Lösung anzubieten.
In einem weiteren Gespräch unterstrich Sean diese Möglichkeit noch einmal durch
die Darstellung, dass LotusLive nicht auf branchenspezifische Anforderungen
eingehe aber die Schnittstellen für Partner bietet, damit diese Gesamtlösungen
bauen. Mit einem Vergleich zu Microsoft wies er ausdrücklich darauf hin, dass
IBM die Partner nicht aus dem Markt verdrängen will, sondern leistungsstarke
Komponenten zum veredeln anbieten möchte.
Aus meiner Sicht sollte man zunächst drei Schritte zurücktreten, dass verbessert
die Übersicht, und dann schauen welche Möglichkeiten LotusLive für mein Geschäft
bietet.
Für Lösungs- oder Applikationsanbieter bieten die Dienste die Möglichkeit
Entwicklungsressourcen zu sparen und Ihre eigenen Produkte um
Collaborationfunktionen zu erweitern.
Serviceprovider können ebenfalls von dieser Entwicklung profitieren, indem Sie
kritisch prüfen ob es nicht eventuell sinnvoll ist einzelne Leistungen aus der
Cloud zu beziehen anstatt sie selbst zu betreiben.
Als Beispiel bietet sich das Thema "Onlinemeetings" an. Die Frage lautet an
dieser Stelle "Lohnt es sich wirklich die Infrastruktur selbst aufzubauen, zu
betreiben und zu warten und kann ich die gleiche Qualität sicherstellen?"
Auf der anderen Seite habe ich einen klar beschriebenen Leistungsumfang und
einen pauschalen Preis, der keinen sessionalen Schwankungen unterliegt.
Ich glaube an LotusLive können wir alle beginnen uns mit der Zukunft auseinander
zu setzen.
Diese Auseinandersetzung ist wichtig um sich selbst mit dem Thema und dem Nutzen
von Cloudservices vertraut zu machen und neue integrierte Modelle für die
Zukunft zu entwerfen.
...
(Disclaimer: Alle Aussagen sind so dargestellt, wie ich sie in Erinnerung habe
und können sich im Einzelfall von der Wirklichkeit unterscheiden.)